Road trip to Budapest

Am Sonntag, dem 8. Februar 2009 haben wir unsere Reise nun entlich gestartet. Um ca. 6 Uhr abends haben wir den Wasserschlauch am Einfüllstutzen angebracht um unsere Wasservorräte zu füllen. Als er dann endlich voll war, mussten wir mit schrecken feststellen, die Tanköffnung im Innenraum ist nicht dicht…! Wasserschaden in der Kabine, super…Sofort trocknen und analysieren. Ein innerlicher Zusammensturz war spürbar – der so herbeigesehnte Tag der Abreise war kurzfristig wieder in die Ferne gerückt. Nach genauerem hinschauen sahen wir, es war ein Riss im Deckelrahmen des Tanks. Halb so wild, Glasfaser und Polyester haben wir dabei, das reparieren wir unterwegs. Also Wasser komplett wieder ablassen und „off we go“!

Nachdem wir noch zwei Aperos besuchten, waren wir dann entlich “on the road” nach St. Moritz um dort einen Freund zu besuchen.  Über die Fahrt gibt es nichts Spezielles zu berichten, ausser das wir einerseits total aufgeregt waren, nun endlich unterwegs zu sein und anderseits es noch gar nicht fassen konnten.

St. Moritz angekommen, „Ey Sascha, geile Siech!“ Party in einer zweitklassigen Saisonier Bar, schlafen bei -15 Grad im Auto – „we Love you“ Webasto Dieselstandheizung!

Weiter des Weges. in Scuol nehmen wir Chrüsi, einen Freund von uns auf, der uns auf dem Weg über  Botzen/Bolzano, dem Friaul nach Budapest begleidet – unsere erste Etappe. Geplant ist Peter in Budapest zu treffen, der dort ein Haus hat. Ein Super Plan, voller Elan nehmen wir die erste Fahrt in Angriff. Die erste Etappe auf dem Weg ist Botzen, die Stadt die anscheinend meinen Vorfahren (Botzenhardt -  Botzen) gehört haben soll. Mal schauen ob ich da die Burg zurück erobern kannJ Spät angekommen, alles ausgestorben. Wir essen und fahren dann auf den Hausberg wo wir unsere Ruhe haben und schlagen da unser Lager auf.

Am Morgen werde ich geweckt und man findet ich sollte doch liegen bleiben und das Auto fährt schon mal ins Städtchen um Frühstück zu organisieren. Wir fahren los. Danke Matthias für die super RumpelfahrtJ Die Jungs parken direkt neben dem Bahnhof, super Verkehr etc. Sie verabschieden sich um Brot zu kaufen, ich liege noch im Bett. Bewege mich aber nach einigen Minuten Richtung Küche/Wohnzimmer, in Boxershorts natürlich. Plötzlich klopft es an die Türe, ich denke, vermutlich ist es Matthias und Chrüsi die wollen das ich sie höflich hinein bitte. Ich ignoriere. Ein weiteres, massiv energischeres Klopfen folgt. Ich öffne die Türe, oben ohne und unten mit Jeans. Polizei vor der Türe – der „Arsch“ unseres geliebten Mobil steht zu weit in der Strasse. Zwei Minuten gibt er mir. Ich suche das Gespräch. Er sagt es ist 02 und am 04 bin ich am ausparkieren. Mit super Stimmung und verschlafen hetze ich herum um alles abfahrbereit zu machen und mich anzuziehen. Ich komm raus und da sagt der Polizist in Südtirolerischen Akzent, „So gfällst du mir“. Natürlich wollte ich ihm gleich an die Gurgel, habe es aber dann gelassen. Ausparkieren, wegfahren, Runden drehen, zurückfahren, zwei verwunderte und stutzige Jungs aufgabeln und schon düsten wir weiter durch Botzen. Ein Parkplatz gefunden, gekocht, gegessen und schon wollten wir los. Ausparkieren – ein netter Herr meinte mit überzeugter Stimme er winke uns raus. Super. Wenig Spielraum, hin und zurück hin und zurück, jetzt reicht es, ihr könnt rausfahren. Ich schau in den Spiegel, verdammt eng. Er ruft das es locker reicht und so fahre ich. Plötzlich knirscht es, im Spiegel sehe ich den Hydranten zur Seite schwanken und meine Kabine dran! Oh schreckt. Ein sehr langes Gesicht  des „netten Herrn“ der die Welt nicht mehr versteht ist zu sehen. Super, 20m weiter vorne fahre ich auf einen Platz wo wir uns den Schaden anschauen, Das Hinterteil der Kabine hat ausgeschwenkt und an der Kabinenkante ist das gesamte GFK aufgerissen - bis zum Dämmmaterial. Super, fantastisch! American Tape, in Budapest wird repariert (schlussendlich war es im Iran). Halb so wild, muss aber gemacht werden. Noch einmal, super haben wir Glasfaser und Polyester dabei.

Lessons Learned: Ausparken wo nicht ganz klar – nur Matthias am Steuer und ich winke oder umgekehrt. Nicht auf andere verlassen, sie kennen das Fahrzeug nicht.

Tucktucktuck, Sie schnurrt wunderbar bis ins Friaul wo wir von Cosmas (Freund meiner Mutter) Eltern herzlichst empfangen werden. Madonna haben wir gegessen! Einfach berührend, diese herzliche Art.

 

 

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 Am nächsten Tag werden noch obligatorische, italienische Besorgungen gemacht. Salami, Grappa, Olivenöl und sonstiges. Und schon sind wir in Slowenien. Es geht nicht lange, die Kühlwassertemperatur steigt… und steigt und steigt. Wir müssen anhalten, was ist das?! Bereits etwas, aber noch nicht super vertraut mit dem ganzen „Mocken“ schauen wir es uns an. Erste Panne, „scheisse“ denken wir. Hin und Her, Garage suchen im Ort etc. Nichts.

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 Kurzerhand Handy “schnappen” und David anrufen. Werkstattchef und gold wert für uns in solchen SituationenJ Diverses durchdiskutieren, Kühler, Wasserpumpe, Kühlwasserkreislauf, Heizung etc. Mit seinen Tipps schauen wir uns das ganze nochmals an. Nun können wir auch endlich den Kühlwasserkreislauf öffnen da die Temperatur gesunken ist. Da wir kein Frostschutz haben leeren wir nur Wasser rein – Es geht einiges hinein - 3 Liter schlussentlich! Es muss daran gelegen haben, dass der verlängerte Kreislauf den ich eingebaut habe, der unser Heisswasserboiler durchläuft und uns somit warmes Wasser spendet, Wasser nachgezogen hat. Es gibt sonst kein Leck.

Super erlöst fahren wir weiter. Drive drive drive, an Lijubliana vorbei, ca. 2 Stunden Stop in Maribor wo wir als „Lederjackegang“ mit abgefahrenen Sonnenbrillen bei den Leuten den Anschein machten, wir wären Rockstars:-)

Weiter, drive drive drive, und schon sind wir in Budapest!

 


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