Lovely Olympos and the tourist Bunkers

Wir wollen unbedingt diesen grünen Landzipfel auf der Karte erreichen, von dem wir nichts wissen, ausser das ein Dorf namens Olympos dort liegt, in dem anscheinend viele Leute ein paar Tage einplanen und für Wochen „verhängen“J. Uns interessiert dieses Dorf aber nicht wirklich – wir sind auf der Suche nach einem idyllischen Platz in der Natur, wo wir einige Tage bleiben, Barbecues schmeissen, relaxen und einige Arbeiten am Auto erledigen können.

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Als wir an diesem grünen Zipfel ankommen, verstehen wir auch wieso er in Grün eingezeichnet wurde. Auf diesem Zipfel gibt es einen Bergkessel, von welchen diverse Flüsse herunterfliessen. Auch aus den Bergen, aus dem Landesinnern strömen einige Flüsse an dem Kessel vorbei ins Meer. Dieses Frischwasserreservoir gestaltet die Natur sehr fruchtbar. Vor allem um diesen Bergkessel herum sind unzählige Treibhäuser aufgebaut. Wir fahren durch die Ortschaften, überqueren ein „Pässchen“ in den Kessel hinein und erblicken ein fantastisches, bunt grünes Tal, das sich innerhalb dieser Berge erstreckt. Auch hier sind einige Treibhäuser aufgebaut, aber es hält sich im Rahmen. Es gibt einige, neu gebaute Landhäuser auf dem Weg Talabwärts, die zum Verkauf stehen. Vermutlich für die nicht ganz so Strandbesessenen Ausländer, die sich gerne ein gemütliches Haus in den Hügeln kaufen möchten. Neugierig wie immer grüssen uns alle Leute, sie lachen und zeigen auf uns. Nach dem Dorf fahren wir ca. 3km weiter, wo Mati einen kleinen Weg sichtet, der von der Strasse hinweg führt. Wir biegen ab. Die Untersetzung wird klar gemacht und los geht’s. Der Weg wird schmäler und führt durchs Unterholz. Wir passieren einige, wundervolle Plätze, wollen diverse Male unser Camp aufschlagen, entscheiden uns jedoch weiterzufahren. Und dann erreichen wir diesen fantastisch gelegenen Platz, am Rande eines keinen Wäldchens.

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Die nächsten 3 Tage bleiben wir hier, relaxen, schmeissen Barbecues und erledigen einige von unseren geplanten Arbeiten – wirklich fantastisch! Einige Schildkröten leisten uns durch diese Tage ebenfalls Gesellschaft und haben, dem Anschein nach, ihren Spass.

Nun ziehen wir weiter und wollen noch am selben Tag nach Antalya oder gar Alanya fahren. Jedoch sichten wir bereits nach ca. 3km die Abzweigung Richtung Olympos. Wir entscheiden uns einen Blick zu werfen. Wie oben erwähnt, planen nicht wenige Leute ein paar Tage ein und es werden Wochen daraus – uns geht es nicht anders – Smile. Die Strasse führt durch eine Schlucht, die sich anschliessend Richtung Meer ausweitet. Das erste „Hostelcamp“ ist das berühmte Kadir´s Treehouses. Ein komplett aus Holz gebautes Areal. In der Mitte ein grosses Haus auf zwei Stöcken, das im unteren Geschoss das Restaurant beherbergt. Im oberen Geschoss ist die Bar zu finden. Die Zimmer resp. kleinen Appartments sind meistens um einen Baumstrunk gebaut und über das ganze Areal gibt es bestimmt 100 davon. Insgesamt kann Kadirs bis zu 400 Leute beherbergen. Ein absolut fantastischer Place für Backpackers und Leute mit kleinen Budgets, die eine relaxte Atmosphäre unter jüngeren Leuten suchen. Man sollte sich aber Bewusst sein, dass im Sommer ein “Cabaret” herrscht. Kadirs ist vor einem Jahr komplett abgebrannt und da es seit Jahrzehnten von unzähligen Leuten geliebt wird, sind 300 Leute umgehend angereist und haben am Wiederaufbau mitgewirkt – ohne Entlöhnung! Um sich einen Eindruck zu verschaffen, sollte man die Fotos anschauen. Das einzig Negative ist Mr. Manager of Kadirs - Sabri. Ansonsten sind alle Angestellten, Barchefs etc. total relaxed.

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Wir fahren weiter, da wir uns einen Überblick über das gesamte Dorf machen wollen. Es folgen diverse Bungalowresorts, Restaurants und sonstige Shops. Alles an der einen Strasse gelegen. Was man in Olympos, oder der näheren Umgebung jedoch nicht findet, sind Cashmachines! Man sollte also mit genug Bargeld dorthin reisen (relativ zu sehen, da man nicht viel ausgeben kann). Nachdem wir den Fluss durchfahren haben, der sich durch das Tal zieht, kommen wir nach ca. 500m an den Eingang zu den alten Ruinen von Olympos. Sie sind nicht wie in anderen Stätten freigelegt und machen so einen fantastischen, irgendwie verzauberten Eindruck. Der Eintritt ist sehr billig, 3YTL pro Person oder 5YTL für eine Woche. Man ist sich nicht im Klaren, was diese Stadt in alten Zweiten genau für einen Zweck erfüllt hat. Sie ist zwischenzeitlich auch als Piratenhochburg genutzt worden.  Nachdem man die Ruinen durchquert hat, kommt man an einen fantastischen Strand, der in einer Bucht zwischen Felsen liegt. Der Fluss der sich bereits durch das ganze Tal zieht, mündet hier ins Meer. Auf der rechten Seite kann man die Felsen um schreiten und kommt an einen ca. 3km langen, zweiten Beach. Weiter vorne am zweiten Beach liegen weitere Resorts, die sich vom Paralleltal her bis ans Meer hinunter ziehen.

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Wir entscheiden uns doch eine Nacht zu bleiben, parkieren vor dem Kadirs und gönnen uns ein Bier. Sofort lernen wir die meissten Leute kennen die hier arbeiten oder als Gäste hier weilen. Aus einem Tag werden 3 Tage – Beach, Frisbee spielen, relaxen, Essen, Trinken – das sind unsere Beschäftigungen. Bald gehören wir zum Inventar, begrüssen die neuen Gäste und relaxen wieder:-) aus einem Tag sind schlussendlich 10 geworden… Da wir bereits an der Syrischen Grenze sein sollten, müssen wir eine Entscheidung treffen – Nur zwei Wochen Iran oder Syrien komplett streichen. Nach langem hin und her entscheiden wir uns für das Letztere. Wir merken zum ersten mal richtig, das man sich immer wieder Auszeiten nehmen sollte und das eine oder andere bei zu engen Zeitplänen auch mal streichen kann.

Olympos ist sehr zu empfehlen, wir werden uns bei Gelegenheit bestimmt auch wieder dorthin begeben.

Nach dieser sehr erholsamen Zeit fahren wir weiter nach Antalya. Wir müssen dringend einige Sachen erledigen! Viel über Antalya gibt es nicht zu sagen. Wir finden einen super Parkplatz der für Leute mit fahrendem Haus sehr zu empfehlen ist. Er liegt auf der linken Seite der Altstadt, an den Tramgleisen, direkt neben dem Atatürk Sports Center. Es gibt eine Toilette die man 24h benutzen kann und die zum Restaurant gehört. Die Altstadt in Antalya ist sehr schön und zu empfehlen. Das Nachtleben ist eher schwach angesiedelt und desshalb entscheiden wir uns das Wochenende in Alanya zu verbringen, bevor wir in den Iran einreisen:-) Auf der Fahrt Richtung Süden, ziehen sich bald die 5 Sterne Bunkers in die Höhe. Einer nach dem Anderen, duzende von Baustellen die weitere, gigantische Komplexe aus dem Boden stampfen – der Tourismus blüht. In Alanya suchen wir den Camping auf.


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