From Istanbul to the Mediterrian Cost

Es ist Zeit Istanbul zu verlassen, wir freuen uns auf die Natur und die Bewohner dieses Landes. Mit einem für die grösse dieser Stadt angemessen Aufwand erreichen wir die Hängebrücke, die den europäischen mit dem asiatischen Teil der Stadt verbindet. Ein fantastischer Anblick, unter uns der funkelnde Bosporus, eingebettet von einem nicht mehr enden wollenden Häusermeer. Wir erreichen die andere Seite und passieren das Schild Welcome to Asia, was von uns natürlich mit einem Jubelschrei quittiert wird, ein tolles Gefühl, wir haben Asien auf dem Landweg erreicht.

Wir nehmen die Fähre um nicht die Spitze des Marmarenmeers umfahren zu müssen. Als wir wieder festen Boden unter den Füssen haben, fahren wir Richtung Bursa. Auf unserer Karte ist eine “landschaftlich schöne Strecke“ eingezeichnet, die nach Mustafakemalpasa führt. Was wir dabei sehen ist eine andere Türkei als bisher, die Behausungen sind sehr ärmlich, die jungen Mädchen bereits verschleiert, viele sind mit Ross und Wagen unterwegs. Dabei kommen mir die immerzu nörgelnden schweizer Bauern in den Sinn, vieleicht würde man die Subventionen besser nutzen um einen Trip in die Türkei zu finanzieren, wo die Bauern sogar ihre Schaufel teilen während in der Schweiz jeder Bauer seinen eigen Heuwagen fährt. Naja wie auch immer, die Landschaft ist geprägt vom Bergbau, die Straße ist breit und staubig und führt durch eine hügelige Landschaft die uns an die Schweiz erinnert. Wir finden einen schönen Schlafplatz und verbgingen eine ruhige Nacht. Am Morgen entdecken wir einen Schäfer, der uns neugierig beäugt, jedoch nach einer kurzen von Andriin geführten Verständigung beruhigt weiterzieht. Wir machen uns auf den Weg Richtung Balikesir und weiter nach Izmir, das wir zwar nur durchfahren mir aber dennoch einen bleibenden Eindruck hinterlässt, da es durch ein vorbeiziehendes Gewitter in flackerndes Licht getaucht ist.

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Wir nehmen die Autobahn Richtung Selcuk, wo wir uns einen Platz für die Nacht suchen. Nach einem erholsamen Schalf machen wir uns auf den Weg nach Ephesos, die altgriechische Stadt bot einst einer Viertelmillion Einwohnern platz. Nach dem passieren aller Souvenierstände erreichen wir das ehemalige (3. Jh. V. Chr.) Finanz und Handelszentrum. Über ein erstaunlich großes Gebiet, sind die teilweise noch sehr gut erhaltenen Bauten der Stadt zu bewundern Besonders eindrücklich ist die rekonstruierte Celsiusbibliothek, die sich über zwei Geschosse erhebt. Da uns die Diskussion der anderen meist gesetzteren Besuchern ein wenig zu ernst erscheint, erlauben wir uns den Spaß angeregte Diskussionen zuführen deren Inhalt jedoch vollkommen willkürlich ist, zu unserem erstaunen ernten wir jedoch anerkennende Blicke dafürJ. 

Nach dem wir uns satt gesehen haben fahren wir weiter Richtung Pamukkale, wo es angeblich eine einzigartige Landschaft gibt. Es handelt sich um terassenförmige Kalksteinbassins die durch Jahrhunderte lange Ablagerungen von Kalkhaltigem Thermalwasser geformt wurden. Es ist bereits dunkel als wir ankommen, wir finden ein Camping mitten im Ort, der leider eher einer Abstellhalde gleicht. Die Einzigen auf dem Camping sind, oh Wunder, ein Landrover mit Kabinenaufsatz. Also stehen nun zwei Offroadreisefahrzeuge in der Abstellhalde. Wie wir am nächsten Morgen herausfinden, reist das Pärchen (ca. 50 Jahre alt) ebenfalls in die Mongolei. Jedoch das Ganze in 6 Monaten – und zurück!  Als wir am Morgen rausschauen merken wir das unser Platz unmittelbar vor dem Hügel liegt, auf dem sich die Bassins befinden, ein eindrücklicher Anblick, doch so weiß wie in den Prospekten wirkt das Ganze nicht, ob die Photoshop wohl auch kennen? Nach dem wir je 20ytl. (ca.13.-) bezahlt haben nehmen wir den Anstieg in angriff. Leise Enttäuschung macht sich breit, die Blütezeit dieses Naturphänomens scheint vorüber. Anscheinend fliesst nicht mehr genug Wasser, die Becken trockenen aus und vergilben. Oben angekommen werden wir jedoch entlohnt für den Aufstieg, hier sind Becken noch gefüllt und lassen die ehemalige Schönheit erahnen.

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Dahinter befindet sich eine gut erhaltene Römersiedlung, die von diversen Reisegruppen, eher älteren Semesters, eifrig erkundet wird. Wir halten uns nicht schlecht, fühlen uns jedoch nach anderem berufen. Bereits um 14:00 Uhr sind wir zurück und machen uns auf den Weg zum nahegelegen Denizli.          

Ab da führt eine wieder als “landschaftlich schöne Strecke“ eingezeichnete Straße über die Berge Richtung  Mittelmeer. Auf der ansteigenden Straße eröffnet sich uns eine gewaltige  Landschaft, anfänglich geprägt von dichten Wäldern wird sie mit zunehmender Höhe lichter, durchdrungen von Sand endlichen Hügeln in Grün, Rot und Gelbtönen.

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Da wir unseren Frischwassertank füllen müssen, machen wir bei einer Wasserstelle halt. Wir sind nicht die einzigen die Durst haben und uns wird wieder einmal bewusst, wie exotisch wir auf die Landbevölkerung wirken. Wir schütteln unzählige Hände und Küssen noch mehr Wangen. Diejenigen die einigermaßen verstehen wohin uns unsere Reise führen soll, schütteln ungläubig den Kopf, für viele von ihnen scheint es unvorstellbar die Türkei, geschweige denn ihre Region zu verlassen.

Mit frisch gefülltem Tank geht es weiter, oben angekommen passieren wir diverse Ortschaften, die von der Landwirtschaft geprägt sind. Nach einer verträumten Fahrt hinunter Richtung Meer, begleitet von dem Sonnenuntergang, erreichen wir Fethiye.

Am nächsten Morgen brechen wir auf Richtung Olympos, da im lonely Planet steht, es gäbe viele Backpacker die sich dort treffen.


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