Croatia and our Cooling System

Nachdem wir von Zagreb aus die letzte Bergkette vor der Küste mit einem 10km langen Tunnel bewältigten, stechen wir direkt ins Sonnenlicht - fantastisch! Endlich wurde die ersehnte Wetter- und Klimaoptimierung wahr.

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Wir fahren ein paar Kilometer bis nach Zadar, wo wir eine kurze Stadtrundfahrt machen und auch hier, wie überall, sind wir natürlich die Attraktion mit unserem Mobil - Die Polizei folgt uns praktisch durch die ganze Stadt. Wir fahren an der Küste entlang einige Kilometer weiter. Die Straße ist eine in den Wald geschnittene Schneise und die Bäume ziehen sich bis ans Ufer des Meeres herab. Plötzlich sehen wir einen Jagtturm, wie wir ihn von der Schweiz her kennen. Dieser steht direkt am Strassenrand und ein kleiner Platz mit einem Schotterweg Richtung Meer ist zu sehen.  Wir stellen das Auto auf dem Platz ab und erkundschaften  die Gegend. Der Weg führt ca. 20 Meter durch die Bäume, auf ein weiteres Plätzchen, wo sich der Schotterweg entlang des Meeres ca. 10m von Wasser entfernt, auf beide Seiten weiterzieht. Wir laufen auf dem Weg links in die  Bäume hinein und nach ca. 50m stehen wir auf einem Platz, vielleicht 10m x 10m gross, von Bäumen umgeben und in drei Schritten steht man auf dem Steinstrand, direkt am Meer – fantastisch! Entschlossen checken wir den ganzen Weg bis zum Auto nochmals ab, speziell ob wir von der Höhe her durchkommen und fahren dann unser „Haus“ gemütlich auf dieses sehr versteckte, absolut traumhafte Plätzchen. Da es bereits dunkel ist, können wir die Gegend nicht mehr wirklich prüfen, was wir auf den nächsten Tag verschieben. 

Am nächsten Tag bestätigt sich der wunderschöne Ort den wir gefunden haben. Nachdem wir aber den Wald etwas näher unter die Lupe nehmen, finden wir den einen oder anderen Ort, der auf heiße Spielchen in diesem Unterholz zu schließen ist – massenweise gebrauchte Kondome, zerrissene BHs, Sex Magazine etc. J Wir machen uns nichts draus und bauen unser erstes Camp auf der Reise auf. Feuerstelle mit Dreizack wird aufgebaut, Camping Stühle und Tisch werden montiert und zuerst mal gut grilliert. Das ganze mit Meeresblick aber ohne Campingplatz Cabaret – super!

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Wir nehmen in den nächsten 3 Tagen die Arbeiten am Auto vor die ausstehend sind und geniessen sonst einfach mal die Zeit, relaxen und lassen es uns gut gehen. So ca. einmal am Tag kommt mal ein Typ mit Sonnenbrille und Mütze vorbei. Wir schließen draus das man hier anscheinend auch mal eine findet mit der man so allerhand anstellen kann…. Smile…. Wir machen uns zwar Gedanken aber kommen zum Schluss das die Leute die hierher kommen, uns bestimmt nicht bei der Polizei o.ä. verpfeifen, da sie auf keinen Fall zugeben wollen das sie an diesem Platz waren – gut möglich das er bekannt ist für verbotene Liebschaften oder Freier.

Nach den drei Tagen fahren wir weiter Richtung Split. Bereits am Anfang der Fahrt steigt die Kühlwasser Temperatur wieder an. Wir können es kaum glauben. Nun muss es wirklich ein Leck sein, denn in Slowenien haben wir es komplett gefüllt. Komisch ist, dass es bis hierher keine Probleme mehr gemacht hat. Es gibt nichts, die nächste Toyotagarage ist in Split, soweit müssen wir noch kommen. Wir kaufen Frostschutzmittel, lassen dem Motor abkühlen und füllen auf. So kommen wir die 200km durch. Wir wollten sowieso in die Toyotagarage, da wir zur festen Überzeugung gekommen sind, dass wir vorne eine Blattfeder herausnehmen müssen. Das fahrverhalten ist definitiv zu hart und unsere Spezialstoßdämpfer sind somit immer am oberen Anschlag und werden nicht wirklich genutzt. Hinzu kommt, dass es bei  Unebenheiten auf der Fahrbahn immer einen Schlag gibt, wenn sie ganz ausfahren, das macht Sie auf Dauer kaputt.

In Split angekommen steuern wir kurz vor Feierabend in die Toyotavertretung ein. Die Mechaniker schauen sich die Sache an und anschließend wollen wir in die Garage hineinfahren. Verflixt und zugenäht, wir passen nicht rein, wir sind zu hoch. Da gibt’s nichts zu machen. Der eine Mechaniker hat früher bei der Jeepgarage in Split gearbeitet und er verweist uns dort hin. Wir versuchen noch jemanden zu erwischen, kommen jedoch zu spät. Also müssen wir das auf den nächsten Tag verschieben.

Nachdem wir in einem Autocamp eingecheckt haben (wir wollen nach 3 Tagen wiedermal duschen und unsere Wassertank Reparatur hatte die Generalprobe noch nicht hinter sich) fahren wir nach Split rein. Es ist Wochenende, Ausgang ist angesagt und essen wollen wir auch. Parkplatz gefunden, ausgestiegen, Türen von innen verriegelt und zu war das Fahrerhaus – aber der Schlüssel steckte noch im Zündschloss. Scheisse! Der Zweitschlüssel war hinten in der Kabine. Scheisse! Super gemacht Andriin…. Jetzt gingen wir aber zuerst essen. Das Handy war ausgeschaltet und wir hatten den Pin (den ich vor langer Zeit bereits in meinen Standardpin umändern wollte) ebenfalls in der Kabine hinten.  Somit mussten wir um den TCS anzurufen zuerst ein Telefon finden. Soll uns einer in Split zuerst vormachen um 12 Uhr nachts. Die Bars die noch offen hatten, hatten keinen Festanschluss, die Prepaid Handys der Mitarbeiter keinen Kredit, Die Polizei hat anscheinend keine Line um ins Ausland zu telefonieren oder sie sind einfach zu faul um von ihrem Richard Gere Streifen wegzukommen.  Schlussendlich ging es dann an einer Telefonkabine mit der Kreditkarte (Münz geht nicht). Um zwei Uhr morgens kam dann der Kroatische TCS und nach ca. 30min waren wir wieder drin.  Gott sei Dank!

Um 8 Uhr morgens standen wir in der Jeep Garage. Nachdem sie unser Auto bestaunt hatten, bekamen wir einen Termin am nächsten Montag (es war Samstag). Wir wollten eigentlich weiter aber entschlossen uns dann kurzfristig übers Wochenende einen Abstecher nach Mosdar, Bosnien zu machen. Das Kühlwasser hatten wir im Griff, in dem wir nach einer längeren Pause das System wieder mit Wasser versorgten.

(siehe Bericht:  MOSDAR, EINDRÜCKE DES KRIEGES)

Am nächsten Montag Standen wir dann wieder in der Jeepgarage. Wir wollten dabei sein, wenn Sie die Blattfeder rausnehmen, was zuerst nicht wirklich geschätzt wurde – Kunden in die Werkstatt zu lassen ist nicht üblich und die Mechaniker fühlen sich schnell beobachtet. Aber nach einer Weile lockerte sich die Sache auf und die Blattfedern waren nach ca. 4 Sunden draußen. Die haben wir natürlich wieder eingepackt, somit haben wir Reserve wenn uns eine in den Kirgisischen Hochsteppen Brechen sollte. Dann die ernüchternde Nachricht, die Wasserpumpe leckt und muss somit ersetzt werden. Lieferzeit 4-5 Arbeitstage. Wir wollten aber auf keinen Fall in Split bleiben und entschlossen uns somit, diese Reparatur in Athen vorzunehmen.  Fahren ist kein Problem, solange wir das Kühlwasser immer nachfüllen. Solange die Pumpe in Betrieb ist leckt sie nicht.

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Dubrovnik hat es uns nicht sonderlich angetan. Eine sehr schöne Stadt, aber zu touristisch. Aber ein Meilenstein war es trotzdem – unsere Pässe mit all unseren Visas warten im DHL Office auf uns! Das Turkmenische Konsulat hat unsere Pässe für ein lächerliches 4 Tage Transitvisum fast 1.5 Monate behalten! Aber nun sind wir endlich im Besitz unserer Pässe und können Zentralasien in Angriff nehmen.

Nach zwei Tagen fuhren wir weiter Richtung Athen.


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